Bis zu 39‘000 Jahre alt: Höhlenbär im Permafrost entdeckt

Die gut erhaltenen Zähne und Nase des Tieres sind klar erkennbar. (Bild:

Seit 15‘000 Jahren sind Höhlenbären (Ursus spelaeus) ausgestorben. Rentierhirten haben nun ein gut erhaltenes Exemplar auf einer abgelegenen Arktisinsel im Ljachow-Archipel gefunden. Die Überreste werden von Wissenschaftlern der Nordöstlichen Bundesuniversität (NEFU) in Jakutsk, dem führenden Forschungszentrum für Wollhaarmammuts und andere prähistorische Arten, analysiert.

Weiterlesen ...

Lystrosaurus: Winterschlaf vor 250 Millionen Jahren

 Lystrosaurus während des Winterschlafes. (Bild: Crystal

Neue Erkenntnisse zum Leben auf unserer Erde: In der Antarktis hat vor 250 Millionen Jahren der Lystrosaurus den Winterschlaf „erfunden“.

Winterschlaf ist heute ein weit verbreitetes Phänomen im Tierreich. Viele Tiere - insbesondere solche, die in der Nähe oder in Polarregionen leben – nutzen die clevere Strategie, um die harten Wintermonate zu überstehen. Sie schalten Ihren Stoffwechsel auf Sparflamme, wenn die Temperaturen sinken und die Tage dunkel sind.

Weiterlesen ...

Immer wahrscheinlicher: Arktis 2035 frei von Meereis

Arktisches Meereis im April 2020 Foto: Alfred-Wegener-Institut / Michael Gutsche

Das letzte Interglazial, die Warmzeit vor 130.000-116.000 Jahren, ist ein mögliches Analogon für künftige Klimaveränderungen. Damals lagen die Temperaturen über arktischen Landgebieten vier bis fünf Grad Celsius über denjenigen in der vorindustriellen Zeit. Klimamodelle konnten diese erhöhten Temperaturen bisher nicht richtig nachstellen. Jetzt hat ein internationales Forscherteam mit der aktuellen, hochentwickelten Version eines Klimamodells des britischen Met Office Hadley Centre es geschafft, das Klima des letzten Interglazials mitsamt seinen erhöhten Temperaturen zu simulieren. Die Ergebnisse der Forschenden, veröffentlicht Anfang August in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Climate Change“ sind wichtig, um die Vorhersagen zukünftiger Veränderungen des Meereises zu verbessern.

Weiterlesen ...

Spatenstich für Grönlands erste Strasse zwischen Siedlungen

Die Arctic Circle Road wird die Siedlung Sisimiut mit Kangerlussuaq verbinden. (Bild: Greenland

Wer in Grönland von A nach B reisen will, nimmt in der Regel den Helikopter, das Flugzeug oder ein Schiff - im Winterhalbjahr alternativ dazu auch den Motor- oder Hundeschlitten. Strassen gibt es nur innerhalb von Ortschaften. Dies wird sich nun aber ändern. Bereits vor einem Monat wurde der erste Spatenstich der Bauarbeiten für die Strasse zwischen Kangerlussuaq und Sisimiut gefeiert. Die „Arctic Circle Road“ getaufte Piste wird die erste Strasse Grönlands sein, welche Siedlungen verbindet.

Weiterlesen ...

Satelliten entdecken neue Kaiserpinguinkolonien

Die rotbraunen Guano-Flecken auf dem Eis zeigen die Existenz einer Kaiserpinguinkolonie. Bild vom

Satellitenbilder haben 11 bisher unbekannte Kaiserpinguinkolonien in der Antarktis enthüllt. Wissenschaftler haben die Orte anhand der verräterisch rotbraunen Guano-Flecken auf dem Eis identifiziert.

Weiterlesen ...

Die Bäreninseln: Neues Naturschutzgebiet in der Ostsibirischen See

Eisbären fühlen sich hier wohl. (Bild: WWF

Auf den sibirischen Medweschji-Inseln (Bäreninseln) gibt es die höchste Dichte von Eisbärenhöhlen zwischen der Taimyr-Halbinsel und der bekannteren Wrangel-Insel. Grund genug, dass die russische Regierung nun den Schutz des Gebietes in Jakutien beschlossen hat. Das neue Schutzgebiet misst insgesamt 8155 Quadratkilometer. Neben dem Bäreninsel-Archipel umfasst es auch das Kolyma-Delta, Tundra-Gebiete des Indigirka-Kolyma-Tieflandes sowie umliegende Gewässer im Ostsibirischen Meer. Die Schaffung des Reservats wird dazu beitragen, seltene und gefährdete Tier- und Vogelarten sowie deren Lebensraum zu erhalten. Insgesamt sind 27 gefährdete Wildtierarten und 8 gefährdete Pflanzenarten in diesem Gebiet erfasst.

Weiterlesen ...

Die Eisscholle der MOSAiC-Expedition

MOSAiC-Scholle Ende Juni (Foto: Markus Rex,

Bei der MOSAiC-Expedition, der größten Arktis-Expedition aller Zeiten, erforschen Wissenschaftler aus 19 Nationen die Zentralarktis im Jahresverlauf. Am 4. Oktober 2019 erreichte das Forschungsschiff Polarstern die Scholle, mit der es bis zum 17. Mai diesen Jahres driftete und an der es dann wieder am 17.Juni 2020 anlegte. Das zwischenzeitliche Verlassen der Scholle war aufgrund logistischer Probleme als Folge der Corona-Pandemie notwendig geworden.

Weiterlesen ...

Herdentiere zum Schutz des Permafrostes

Grosse Pflanzenfresser wie Pferde und Rentiere könnten den Permafrost mit ihren stampfenden Hufen

Wenn Permafrostboden taut werden grosse Mengen von Treibhausgas freigesetzt. So wird der Klimawandel zusätzlich beschleunigt. Eine Studie der Universität Hamburg zeigt nun, dass die Ansiedlung von grossen Herdentieren dabei helfen kann, den verbleibenden Permafrost zu retten. Pferde, Rentiere und Bisons leisten einen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise.

Weiterlesen ...

Regenwald in der Antarktis

So könnte der Antarktis-Wald vor 90 Millionen Jahren ausgesehen haben.  (Grafik:

Heute ist die Antarktis der kälteste und lebensfeindlichste Kontinent unserer Erde, ein Ödland aus Eis und Schnee. Doch das war nicht immer so. Vor etwa 90 Millionen Jahren war die Westantarktis die Heimat eines üppigen gemässigten Regenwaldes. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam unter Leitung von Geowissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Polar- und Meeresforschung des Alfred-Wegener-Institutes.

Weiterlesen ...

Klimawandel gefährdet Kaiserpinguine

Wenn die Erderwärmung mit derzeitigem Tempo voranschreitet, könnten Kaiserpinguine bis zum Ende

Wenn es die Menschheit noch schafft, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen und den Temperaturanstieg der Erde auf 1,5°C oder 2°C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, dann können die Kaiserpinguine überleben. Sollte die Temperatur mehr ansteigen, ist die Tierart mit ziemlicher Sicherheit zum Scheitern verurteilt. Zu diesem Schluss kam das Team um Vogelexpertin Stephanie Jenouvrier von der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI). Bis 2100 könnte die Kaiserpinguin Population um 86 Prozent abnehmen – der Punkt, an dem die Anzahl Erwachsener nicht mehr ausreichend ist, um den Fortbestand der Art zu sichern.

Weiterlesen ...